Im Gespräch

Seenotrettung im Mittelmeer tut Not

Interview mit Thomas Schmidt, Botschafter des Vereins "Jugend rettet e.V." über das Ziel junger Menschen Seenotrettung im Mittelmeer zu betreiben.
Herr Schmidt wird auf unserer BAK Tagung zu diesem Thema referieren.
Das Interview führte Malte Schlimper am 20 Juli 2016.

Zum einen ist es so, dass zu dem Zeitpunkt, an dem ein Boot jeglicher Form bestiegen wird, seitens der Fliehenden in den allermeisten Fällen keinerlei Eigeninitiative mehr existiert. Abreisezeitpunkt und Transportmittel liegen nicht in ihrer eignen Ermessen, sondern in dem der Schmuggler. Für das Geschäft der Schmuggler wiederum ist die Wahrscheinlichkeit einer späteren Rettung der Insassen von keinerlei Relevanz. Die Möglichkeit eines Seenotfalls eines Bootes wird dabei seitens der Schmuggler allerdings billigend in Kauf genommen.

Der unsichtbare Veteran

Interview mit Björn Schreiber, dem Herausgeber des Buches "Die unsichtbaren Veteranen - Kriegsheimkehrer in der deutschen Gesellschaft" .
Herr Schreiber wird auf unserer BAK Tagung zu diesem Thema referieren.
Das Interview führte Malte Schlimper am 27. April 2016

"Veteranen wollen anerkannt werden: Sie haben ihr Leben in Auftragserfüllung des Souveräns – also letztlich sogar der Bürger, wenn man bedenkt, wer den Bundestag als Beauftragenden wählt – riskiert. Da mag man von halten, was man will: Ob der Einsatz gut oder schlecht – die Ziele richtig oder falsch – das Ergebnis positiv oder negativ war: Es sind MENSCHEN, die da im Einsatz waren, dauerhafte Bedrohung, Lebensgefahr und ggf. sogar Tod und Verwundung miterlebt haben! Darum schert sich niemand. Psychisch belastete Soldaten kämpfen teilweise mehr als 2 Jahre um Anerkennung ihrer Krankheit, müssen durch aufreibende Gutachterverfahren – um dann zu erfahren, dass eine Anästhesistin nach Aktenlage der Meinung ist, eine psychische Erkrankung sei nicht einsatzbedingt. Oder „dass Beschusssituationen zum Berufsalltag eines Soldaten gehören, deswegen also nicht besonders belastend sind“… Da packt mich der Zorn – und ich komme zum Schluss, dass das Buch nötig ist, um die Bevölkerung aufzurütteln! So geht man nicht mit Menschen um, die für die Gesellschaft bereit waren ihr Leben zu geben."

Antisemitismus im 21. Jahrhundert am Beispiel Südwestdeutschlands

Vorstellung des Gewinners unseres Wettbewerb zur besten Abschlussarbeit 2015 Tobias Krapf. Im Rahmen unserer Mitgliederversammlung im April wird Herr Krapf seine Arbeit vorstellen.
Das Interview mit Tobias Krapf führte Malte Schlimper am 05. März 2016.

" Insofern sehe ich durchaus den steigenden Antisemitismus als Hauptgrund für eine Auswanderung innerhalb der jüdischen Gemeinden. Mit den Anschlägen von Paris macht sich nämlich auch in Deutschland eine Diskussion auf, inwieweit das kulturelle, jüdische Leben durch den islamischen Terrorismus gefährdet ist."

Die militante Linke

Nachlese zur BAK Tagung vom November 2015 drei Monate nach den Anschlägen in Paris.
Das Interview mit Dr. Karsten Dustin Hoffmann führte Malte Schlimper am 17. Februar 2016.

"Es herrscht eben weitgehend die Auffassung, rechte Gewalt sei so schlimm, dass man linke Gewalt nicht damit vergleichen dürfe. Dabei sagen die staatlichen Statistik etwas anderes, nämlich das sich die Gewaltbereitschaft beider Phänomenbereiche auf einem ähnlichen Niveau bewegt. Das wird aber in den Medien häufig anders dargestellt."